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Wohnzentrum für Lernende - Hörstel Uferquartier

FDP Hörstel beantragt bei der Vermarktung der Grundstücke im Baugebiet Bebauungsplan 129 „Uferquartier“ (WA5) ein „Wohnzentrum für Lernende“ anzustreben und erforderliche Grundflächen an einen Inverstor zu vergeben

Ein Wohnzentrum für Lernende soll ausschließlich Menschen zur Verfügung stehen,

welche studieren oder eine Ausbildung absolvieren. Die Entscheidung, ob diese

Zentren durch die Stadt Hörstel selbst oder durch Private finanziert und verwaltet

werden, soll der Rat entscheiden. Nach derzeitiger Sicht der FDP Hörstel erscheint

eine Umsetzung durch private Investoren sinnvoller. Eine Ausschreibung/Vergabe

mit entsprechenden „Matrix-Kriterien“ kann wie bei den letzten Vergaben eine

praktikable Vorgehensweise darstellen.

Ziel soll sein, ein Wohnzentrum an einem zentralen Standort der Stadt Hörstel zu

schaffen, welche einen infrastrukturellen Zugang zu Lernzentren bietet. Die

vorhandene, fußläufige Anbindung des Uferquartiers an den öffentlichen

Nahverkehr mit dem Bahnhof und einer Zug-/Busverbindung zu Universitätsstätten

in Osnabrück bzw. Münster und Städten mit Berufsschulen wie Rheine, Steinfurt

und Ibbenbüren bietet hervorragende Voraussetzungen.

Darüber hinaus bietet ein Wohnzentrum für Lernende im Uferquartier neben der

guten Anbindung an ÖPNV noch weitere Vorteile. So wird durch die Ausrichtung

des Quartiers als Klimasiedlung mit einem kalten Nahwärmenetz die „zweite“ Miete

(Wohnnebenkosten) vergleichsweise geringen Steigerungen ausgesetzt sein, vor

allem im Vergleich zu vielen Wohnangeboten in größeren Städten. Grade für junge

Menschen in der Ausbildung/Studium ist dies ein wesentliche Faktor. Eine

Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs ist fußläufig gegeben und eine

Glasfaser-Infrastruktur soll umgesetzt werden.

Ein bekanntes Problem in unserer Stadt ist die Abwanderung der Jugendlichen und

jungen Erwachsenen in die Universitätsstädte Münster und Osnabrück bzw. zu

Ausbildungsstädten in unseren Nachbarkommunen. Dies führt nicht nur zu einem

höheren Altersdurchschnitt in Hörstel, sondern auch zu einem Teufelskreis

bezüglich der Freizeitangebote. Je weniger Jugendliche in den Stadtteilen aktiv sind,

desto weniger Angebote können von Vereinen und meist ehrenamtlichen Gruppen

gemacht werden. Je weniger Angebote für Jugendliche vorliegen, desto weniger

Jugendliche sind geneigt in Hörstel zu wohnen. Zudem sind junge Erwachsene meist

selbst ehrenamtlich Tätig in Vereinen, bei der Feuerwehr usw.

Aus diesem Grund müssen attraktive Angebote für unsere Jugend geschaffen

werden, damit sie in unserer schönen Stadt wohnen bleiben. Bezahlbarer

Wohnraum ist ein großes Thema für Menschen in ihrer Ausbildung. Durch die

Abwanderung in die Großstädte wird der Wohnungsmarkt an den Studienorten

immer angespannter. Der Zug nach Osnabrück/Rheine und Münster fährt fast jede

halbe Stunde und der Mietspiegel in Hörstel ist selbstverständlich deutlich unter

dem dieser zwei Universitätsstädte. Ein solches Zentrum wäre ein Mittelpunkt

junger Menschen und würde ein attraktives Angebot für unsere Auszubildenden

und Studierenden darstellen. Der Bedarf an solchen Angeboten wurde unlängst

durch die Kinder- und Jugendstudie der Hochschule Osnabrück für die Stadt Hörstel

hervorgehoben. Wenn mehr jungen Menschen in unserer Stadt bleiben, dann ist

dies ganz automatisch auch eine Erfrischung des Kultur- und Vereinslebens.