Neubau Verwaltungsgebäude

Rathaus Hörstel

Mit dem Ratsbeschluss vom 22. Mai 2019 steht fest, dass an der Uferstraße im Stadtteil Hörstel ein neues Rathaus entstehen soll. Zunächst war ein zweistöckiges Gebäude vorgesehen. Der Rat hat dann am 22. März 2023 entschieden, den geplanten Neubau um ein drittes Geschoss zu erweitern.

Die wesentlichen Gründe, die für den Neubau sprechen, sind unter anderem:

  • Reduzierung der Verwaltungsstandorte von vier auf zwei,
  • Deutliche Verbesserung der Effektivität der Verwaltungsarbeit,
  • Leichtere Orientierung für die Bürger*innen durch Bündelung der Fachbereiche,
  • Barrierefreiheit für körperlich eingeschränkte Bürger*innen und Mitarbeitende,
  • Kosteneinsparung gegenüber einer Sanierung des Rathauses Kalixtusstraße sowie
  • Schaffung attraktiver Arbeitsplätze, auch für neue Mitarbeitende.

 

Hier ein paar Fakten, die von der Stadt Hörstel/Rathausneubau veröffentlicht wurden:

Das 3-geschossige Rathaus kostet rd. 20 Mio €

Die Kosten für das Rathaus setzen sich wie folgt zusammen:

  • Zweistöckiges Gebäude (Stand Ratssitzung 22.06.2022): 14,91 Millionen Euro
  • Kosten drittes Geschoss (Stand Ratssitzung 22.03.2023): 5,30 Millionen Euro
  • Gesamtkosten: 20,21 Millionen Euro

 

Der Rathausbau ist eine Investition in unsere Stadt. Die Instandhaltung, Energiekosten und Mietsummen von aktuell vier Standorten sind nicht wirtschaftlich und die Sanierung des Rathauses an der Kalixtusstraße wird über 4,1 Millionen Euro kosten. In dieser Summe sind die Kosten für eine energetische Sanierung noch nicht enthalten.

Allein die Betriebskosten ergeben, dass der Neubau mit einer Kostenersparnis von rd. 2,4 Millionen Euro wirtschaftlicher als die Sanierung ist. (bei einer Restnutzungsdauer des Gebäudes Kalixtusstraße 6 von 47 Jahren)

Das dritte Geschoss ermöglicht die Bündelung von drei Fachbereichen an einem Standort. Damit erhöht sich die Effektivität der Arbeitsabläufe und die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden wird gestärkt.

Die Raumtrennung erfolgt überwiegend durch Leichtbauwände. Diese Bauweise ermöglicht eine flexible Nutzung der Bürobereiche. Büros können kostengünstig zusammengelegt werden, um Raum für neue Arbeitswelten zu schaffen. Dies ist in dem mehr als 60 Jahre alten Gebäude Kalixtusstraße 6 nicht möglich.

Die Nähe des neuen Verwaltungsgebäudes zum Bahnhof ist besonders auch für zukünftige Mitarbeitende ein wesentliches Plus für die Attraktivität der Stadtverwaltung als Arbeitgeber.

Die Sanierung Kalixtustrasse 6 kostet zusätzlich rd. 4 Mio € plus energetische Sanierung plus Denkmalschutzauflagen

Die Sanierung des Rathauses an der Kalixtusstraße wird über 4,1 Millionen Euro kosten. In dieser Summe sind die Kosten für eine energetische Sanierung noch nicht enthalten.

Seit dem 06.09.2023 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Das bisher geplante Sanierungskonzept mit den seinerzeit kalkulierten Kosten (4,1 Millionen Euro ohne energetische Sanierung) ist damit so nicht mehr umsetzbar, da die Sanierung nun mit der Denkmalbehörde abzustimmen ist.

Nach durchgeführter Sanierung würde der Zuschnitt der Büros in weiten Teilen unverändert bleiben. Der Standort Kalixtusstraße ist auf die Verwaltungsbedürfnisse aus den 60er Jahren ausgelegt und bietet damit nicht die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Verwaltung.

Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, wären Umbauarbeiten für zum Beispiel einen Fahrstuhl notwendig. Diese Umbauarbeiten würden zu einer Reduzierung von Büroflächen führen.

Eine Sanierung ist, neben den direkten Kosten, auch teuer, da für den Zeitraum der Sanierung Büroräume angemietet werden.

Bei der Umsetzung des Sanierungskonzeptes am Standort Kalixtusstraße hätten dort nicht mehr alle aktuell Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz.

Das neue Gebäude ist wesentlich NACHHALTIGER

Das neue Rathaus wird in einer Holzhybridbauweise gebaut. Vorteile sind eine verkürzte Bauzeit und die Langlebigkeit der Baustoffe. Hohe Energieeinsparung nach Errichtung entsprechend dem Stand der Technik und durch die Zusammenlegung von Verwaltungsbereichen.

Um etwa 400 qm verringerter Verbrauch an Grundfläche und damit schonender Umgang mit der knappen Ressource Fläche.

Erfüllung des EG 40 Standards inklusive Nachhaltigkeitszertifizierung.

Reduzierung der täglich notwendigen Fahrten zwischen den Rathäusern, da die Zahl der Standorte von vier auf zwei verringert wird.

Die Raumtrennung erfolgt überwiegend durch Leichtbauwände. Diese Bauweise ermöglicht eine flexible Nutzung der Bürobereiche. Büros können kostengünstig zusammengelegt werden, um Raum für neue Arbeitswelten zu schaffen. Dies ist in dem mehr als 60 Jahre alten Gebäude Kalixtusstraße 6 nicht möglich.

Das neue Gebäude ist BARRIEREFREI

Bürger*innen finden sich viel leichter zurecht, da alle Verwaltungsbereiche auf zwei Standorte gebündelt sind.

Die allermeisten Angelegenheiten können an einem Ort erledigt werden.

Barrierefreiheit zum und im Verwaltungsgebäude ist sichergestellt. Durch einen Aufzug und stufenlose Zugänge ist das Rathaus für alle Bürger*innen und Mitarbeiter*innen einfach zu begehen.

Der Standort Hörstel ist durch die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und seine zentrale Lage einfacher zu erreichen.

Das neue Gebäude ist DIGITALER, ZUKUNFTSFÄHIGER

Im Hinblick auf die Digitalisierung und den Wandel in der Arbeitswelt werden moderne technische Komponenten und Raumkonzepte in das Rathaus integriert und Zweckräume, wie bislang fehlende Konferenzräume, geschaffen.

Das neue Rathaus wird in einer Holzhybridbauweise gebaut. Vorteile sind eine verkürzte Bauzeit und die Langlebigkeit der Baustoffe.

Durch die vorgesehene Trennung der meisten Räume durch Leichtbauwände ist es einfach möglich, innovative Raumkonzepte umzusetzen. So können Räume verkleinert oder auch zusammengelegt werden, um sich den Anforderungen einer stetig ändernden Arbeitswelt anzupassen.

Die Nähe des neuen Verwaltungsgebäudes zum Bahnhof ist besonders auch für zukünftige Mitarbeitende ein wesentliches Plus für die Attraktivität der Stadtverwaltung als Arbeitgeber.

Jeder Monat Verzögerung kostet Geld, das Steuerzahlende aufbringen müssen

Derzeit ist die Planung für das Rathaus ins Stocken geraten. Eine Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, dass durch einen Bürgerentscheid die Entscheidung für ein drittes Geschoss und die Vermarktung des Gebäudes Kalixtusstraße 6 aufgehoben wird. Das Bürgerbegehren wurde in der Sitzung vom 06.09.2023 durch den Rat nach § 26 Abs. 2 der Gemeindeordnung für unzulässig erklärt. Die Vertretungsberechtigten der Bürgerinitiative können gegen den Bescheid über die Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens Klage erheben. Sollte dies der Fall sein, würde sich der Rathausneubau möglicherweise verzögern. Wie lange ein Klageverfahren dauern würde, ist nach Aussage eines Fachanwalts während der Ratssitzung am 06.09.2023 in Jahren und nicht in Monaten zu messen.